Copilot hat gerade an deinem „Vertraulich“ vorbeigeschaut und du würdest es nicht mal merken 👀

23:17 Uhr. Copilot hat vertrauliche Mails angerührt. Kannst du es beweisen?

Du kennst diese Uhrzeit. Nicht weil du nachts arbeiten willst, sondern weil genau dann die Themen hochpoppen, die niemand geplant hat 😶‍🌫️

Ein kurzer Ping. Dann ein Satz, der sofort alles umschaltet
„Wir haben einen Hinweis, dass eine vertrauliche Information in einer Copilot Zusammenfassung aufgetaucht ist. Angeblich aus Entwürfen. Bitte einmal prüfen, was wirklich passiert ist.“

Ab hier ist es kein AI Enablement mehr. Es ist Incident Response 🔥 und plötzlich sitzt nicht nur Security im Call. Legal will belastbare Fakten ⚖️, Datenschutz will Scope 🛡️, der Betriebsrat will Transparenz 👥 und jemand will wissen, ob das kommunikativ raus muss 📣. Und zwar jetzt ⏱️

In diesem Moment merkst du sehr schnell, was in der Theorie super klingt, aber in der Praxis nicht reicht
Policies beruhigen ✅ Beweise entscheiden 🧾

Warum CW1226324 so unangenehm ist 😬

CW1226324 war ein Weckruf, weil es ein Muster sichtbar macht, das viele unterschätzen. Wenn ein Service Incident dazu führt, dass Kontrollen nicht so greifen wie erwartet, dann ist nicht die spannendste Frage „Warum ist das passiert“
Die spannendste Frage ist 🎯 „Können wir nachweisen, ob wir betroffen waren“

Und da trennt sich die Welt in zwei Gruppen

Gruppe A sagt „Wir haben DLP und Sensitivity Labels, also sind wir safe“ 🟠
Gruppe B sagt „Wir haben DLP und Sensitivity Labels, und wir können belegen, was Copilot wirklich gemacht hat“ 🟢

Spoiler: Gruppe B schläft besser 😅

Die unbequeme Wahrheit über Controls 🧱

DLP Regeln und Sensitivity Labels sind Pflicht. Ohne Diskussion. Sie reduzieren Risiko, setzen Leitplanken und machen Verhalten kontrollierbar 🔐
Aber sie liefern dir keine Antwort auf die Fragen, die in echten Situationen zählen

Was ist konkret passiert ❓
Bei welchen Nutzern ❓
In welchem Zeitraum ❓
Mit welchem Zugriffsmuster ❓
Auf welche Schutzklassen ❓

Wenn Controls still versagen, gibt es oft keinen Knall. Kein Alarm. Kein Ticket. Es gibt nur ein Ergebnis, das plötzlich nicht plausibel ist 👀
Und dann brauchst du eine Wahrheitsschicht, die unabhängig von „sollte eigentlich“ funktioniert

Audit 🧾

Was du im Ernstfall wirklich brauchst 👇

1 Audit als Grundlage für Defensibility 🔎
Wenn ein Hinweis kommt, ist dein Ziel nicht, eine Story zu erzählen. Dein Ziel ist, einen Sachverhalt nachweisbar zu machen ✅
Microsoft Purview Audit ist dabei der Ort, an dem du Aktivitäten nachvollziehst, Zeitfenster eingrenzt und Korrelationen baust 🧩

Der Unterschied ist brutal einfach: Ohne Audit diskutierst du ❌ Mit Audit untersuchst du ✅

2 Outlook Mail ist der Härtetest 📩
Sobald es um Mails geht, wird es automatisch heikel, weil hier meistens die sensibelsten Infos liegen 🔒
Für diesen Bereich ist Exchange Mailbox Auditing der Schlüssel, besonders mit dem Event MailItemsAccessed. Damit bekommst du ein belastbares Bild, ob und wann Mailitems tatsächlich zugegriffen wurden und in welchen Bereichen der Mailbox.

Und genau hier wird es in der Praxis spannend: Du suchst selten den einen Smoking Gun Logeintrag. Du suchst Muster 🧩
Zum Beispiel wenn ein Nutzer in kurzer Zeit ungewöhnlich häufig mit Copilot interagiert 🤖, kurz danach auffällige Zugriffe auf Mailitems in Entwürfen oder Gesendeten Elementen auftauchen 📨, das Ganze außerhalb normaler Arbeitszeiten passiert 🌙, und die Inhalte zu einer kritischen Schutzklasse gehören 🚫

Das ist nicht nur ein Log. Das ist ein Bild.

3 Plane mit den Lücken, bevor sie dich nachts überraschen 👻
Audit ist stark, aber es ist kein perfekter Mitschnitt jeder Konversation. Du bekommst in der Regel nicht alles, was man sich für eine komplette Replay Funktion wünschen würde 🎬
Das bedeutet nicht, dass Audit wertlos ist. Es bedeutet: Baue deine Incident Prozesse so, dass sie mit realen Beweisen funktionieren ✅ nicht mit Wunschbildern ❌

4 Retention ist dein Zeitfenster zur Wahrheit ⏳
Viele Organisationen merken es erst, wenn es zu spät ist: Der Hinweis kommt spät, die interne Eskalation dauert, der Fall wird größer 📈 und dann stellst du fest, dass ein Teil der Spuren schon weg ist 🫥
Standard Audit Aufbewahrung ist oft 180 Tage. Das kann reichen. Muss aber nicht reichen, wenn ein Thema erst nach Monaten hochkommt oder wenn Untersuchungen sich ziehen.

Retention ist deshalb keine Compliance Fußnote. Retention ist eine Sicherheitsentscheidung 🛡️

5 Tripwire statt Post Mortem 🚨
Das größte Risiko ist nicht der nächste Advisory. Das größte Risiko ist, dass du erst davon erfährst, wenn jemand anders es findet 😬
Deshalb brauchst du proaktive Signale. Nicht erst Suche im Nachhinein.

Was ich in der Praxis als besonders wirksam sehe: Alerts auf ungewöhnliche Häufung von Copilot Interaktionen bei einzelnen Nutzern 🔔, Signale bei Zugriffen auf hochvertrauliche Inhalte außerhalb üblicher Zeiten 🌙, und Korrelationen, wenn Copilot Aktivität und auffällige Mailzugriffe zusammen auftreten 🧩

Damit wird aus „Wir hoffen, es ist nichts“ ein „Wir hätten es gesehen“ ✅

Die Frage, die du dir jetzt stellen solltest 🤔

Wenn heute Nacht dieser Ping kommt: Kannst du innerhalb weniger Stunden belastbar sagen, was passiert ist ✅ oder musst du raten ❌

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert